Tod im Liliputanerhaus

Tod im Liliputanerhaus
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Dieser Artikel erscheint am 1. März 2021

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Hamburg, 1957 Zwischen Huren und Freiern, Akrobaten und Tieren, Popcorn und kandierten... mehr
Produktinformationen "Tod im Liliputanerhaus"

Hamburg, 1957

Zwischen Huren und Freiern, Akrobaten und Tieren, Popcorn und kandierten Äpfeln, Bratwurstresten, halben Brötchen, leben in einem umgebauten LKW-Anhänger Generationen von Liliputanern, neben anderen Außenseitern der Gesellschaft, die auf den Jahrmärkten der damaligen Tage verkauft wurden.

Das Leben der Liliputaner ist einseitig und von Gefangenschaft und Abhängigkeit in einer fremden, fast märchenhaften Hierarchie geprägt. 
Es sind die Jahre des Wirtschaftswunders. 
Für die Liliputaner weitere Jahre des Hungers und der Entbehrungen. Liebende werden getrennt, nur wenige können sich freikaufen, manche werden für medizinische Experimente regelrecht verhökert. Die, die fliehen, werden vom Langen Karl eingefangen, wie Tiere. 
Einige Liliputaner hatten den Krieg, die Nazidiktatur nicht überlebt, andere ihr Leben als Sklaven in einer modernen Zeit. Durch ganz Deutschland zog sich eine Spur von toten Liliputanern und anderen Exponaten. 

Im Herbst 1957 wird der „Halter“ der Liliputaner, Herr Nielsen, ein angeblicher ehemaliger U-Boot-Kapitän tot aufgefunden. Es ist einer der bizarrsten Morde der Tage. Die Gazetten überschlagen sich mit den Nachrichten, da Nielsen wie Gulliver, an Seilen und Stricken befestigt, langsam erstickte. Nielsens Leibgericht war grüner Wackelpudding. Seine Freundin, eine Prostituierte, ist spurlos verschwunden.

Die Tat kann von der Mordkommission nicht geklärt werden, da auch die Kommissare keinen Zugang zu den eigentlichen Opfern, den Liliputanern, finden. Ein möglicher Zeuge kommt bei einem Autorennen durch die Hamburger Innenstadt ums Leben, ein anderer verschwindet einfach. Eines Morgens ist auch der Wohnanhänger verlassen, in der Nacht darauf brennt er ab. 
Nielsen, so findet der 1. Kriminalhauptkommissar Wenger heraus, handelte mit den lebenden Objekten, wie andere mit Tieren. Er war kein U-Boot-Kapitän, nichts an seiner Legende stellt sich als richtig heraus. Wenger stößt auf einen internationalen Sklavenhandel mit Jahrmarktsmenschen, die unter widrigsten Bedingungen leben. Seine Spuren führen ihn nach England und Frankreich, wo er persönlich in Schwierigkeiten gerät. 



Der Fall wird als ungeklärt zu den Akten gelegt und alle 10 Jahre noch einmal aus dem Archiv geholt. Zwei Generationen Kriminalbeamte kommen in den Ermittlungen nicht weiter. 
Erst 2017 kann mit moderner Kriminaltechnik ein Stück der Historie zu dem Puzzle hinzugefügt werden, das seit 60 Jahren Rätsel aufgab. Die Spur führt zurück nach Hamburg. 
Der Roman ist ein Kaleidoskop deutscher Geschichte, die der Außenseiter und der von der Gesellschaft Geächteten.

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